Meldung vom 19.03.2026

RINA BANERJEE

ESPACE LOUIS VUITTON TOKYO

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Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Espaces Louis Vuitton sowie des 10-jährigen Bestehens des Hors-les-murs-Programms präsentiert der Espace Louis Vuitton Tokyo eine Ausstellung, die dem Werk der südasiatischen Diaspora-Künstlerin Rina Banerjee gewidmet ist. Die Schau ist Teil des Hors-les-murs-Programms, das Werke der Collection in den Espaces Louis Vuitton in Tokio, München, Venedig, Peking, Seoul und Osaka zeigt und damit die internationale Ausrichtung der Fondation Louis Vuitton unterstreicht.

Rina Banerjee verwandelt in ihren Arbeiten gefundene Materialien in mystisch anmutende, weiblich konnotierte Skulpturen sowie komplexe, phantasmagorische Installationen und vielschichtige Gemälde. Dabei greift sie auf Elemente zurück, die kulturelle und materielle Spuren des Kolonialismus tragen – darunter Textilien, Straußeneier, Federn und Glaslüster – ebenso wie auf alltägliche Materialien wie Baumwollfäden oder Kokospulver, die vielfach im Globalen Süden produziert wurden. Ihre Bildsprache ist von indischer Miniaturmalerei, chinesischer Seidenmalerei und aztekischen Zeichnungen beeinflusst. Im Spannungsfeld zwischen Abstraktion und Figuration entstehen Werke von außergewöhnlicher visueller Schönheit, die sich dem kolonialen Blick entziehen und zugleich gesellschaftliche Ungleichheiten reflektieren – oft mit einer subtilen humorvollen Note. Charakteristisch sind zudem die poetischen, erzählerischen Titel, die integraler Bestandteil ihres künstlerischen Ausdrucks sind.

Seit beinahe drei Jahrzehnten setzt sich Banerjee mit Themen wie Kolonialismus, Migration, Identität, globalem Handel und Klimawandel auseinander. Aus einer postkolonial-feministischen Perspektive entwickelt sie weibliche Figuren in vielfältigen Ausprägungen, die darauf abzielen, die Darstellung des Weiblichen jenseits tradierter, sexualisierter Blickregime zu positionieren.

Die Ausstellung „You made me leave my happy home to become someone else anew, in diasporas without origin to be related again this is living and in this waits the joy of one earthly place, hope of eternal intimacy. Intimate in Nature.“ vereint neunzehn Werke und beleuchtet insbesondere die Themen internationale Mobilität und koloniale Nachwirkungen. Im Zentrum steht die monumentale Installation In an unnatural storm a world fertile, fragile and desirous, polluted with excess pollination… (2008), inspiriert von Jules Vernes In 80 Tagen um die Welt, die sich mit der Faszination und Fragilität des abenteuerlichen internationalen Reisens auseinandersetzt und erstmals von der Fondation Louis Vuitton präsentiert wird. Gemeinsam mit der Installation Black Noodles (2023), die den globalen Handel mit menschlichem Haar thematisiert, bildet sie den konzeptuellen Rahmen der Ausstellung.

Auch in jüngsten Arbeiten, darunter eine 2026 entstandene Gemäldeserie, verbindet Banerjee südasiatische Materialien und Ikonografien zu weiblichen Figuren, die an hinduistische Göttinnen erinnern. Ihr Werk reflektiert die fluide, transnationale Natur von Identität und verweist auf ihre eigene Biografie als Künstlerin zwischen verschiedenen kulturellen Räumen.

Ausstellung im Espace Louis Vuitton Tokyo von 19. März bis 13. September.
 
 
Unter dem folgenden Link steht das gesamte Bildmaterial sowie der englische Pressetext mit sämtlichen Details zum Download bereit:

 
 

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