Meldung vom 14.04.2026

Jean-Michel Othoniel

Espace Louis Vuitton Beijing

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Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Espaces Louis Vuitton sowie des 10-jährigen Bestehens des Hors-les-murs-Programms der Fondation Louis Vuitton präsentiert der Espace Louis Vuitton Beijing eine Ausstellung mit Installationsarbeiten des französischen Künstlers Jean-Michel Othoniel. Das Hors-les-murs-Programm zeigt Werke der Collection in den Espaces Louis Vuitton in Tokio, München, Venedig, Peking, Seoul und Osaka und verkörpert damit die Mission der Fondation Louis Vuitton, internationale Projekte zu realisieren und ein breites, globales Publikum zu erreichen.

Nach ersten Experimenten mit Fotografie, Schwefel und Obsidian entdeckt Jean-Michel Othoniel im Jahr 1996 das Glas – ein Wendepunkt, den er als Übergang vom „Schatten“ zum „Licht“ beschreibt. Seither bildet Glas das zentrale Medium seiner künstlerischen Praxis, die auf enger Zusammenarbeit mit Kunsthandwerker:innen sowie auf einem intensiven Dialog mit materiellen Prozessen basiert. Ob in traditionellen Werkstätten oder in zeitgenössischen technologischen Kontexten – Othoniel begreift den Schaffensprozess als offenes Feld, in dem Unvorhersehbarkeit, Zufall, Geste und Transformation das finale Werk prägen.

Poesie und Literatur nehmen eine wesentliche Rolle in seinem Denken ein. Inspiriert vom französischen Psychiater und Psychoanalytiker Jacques Lacan versteht Othoniel Ausstellungen als emotionale und räumliche Kompositionen. Seine Werke greifen vielfältige Referenzen auf – von Andachtsobjekten und volkstümlichen Handwerkstraditionen bis hin zu spirituellen Symboliken und persönlichen Erinnerungen – und schaffen so Räume, in denen Fragilität nicht als Schwäche, sondern als poetische Kraft erscheint. Unabhängig von ihrer Dimension verkörpern seine Arbeiten stets ein zentrales Anliegen: Monumente der menschlichen Verletzlichkeit zu errichten. In diesen Formen verdichten sich die leitenden Motive seines Œuvres – Poesie, Geschichte, Schönheit und Liebe.

Die Ausstellung vereint Arbeiten, die diese Vielschichtigkeit eindrucksvoll offenbaren. In Lágrimas (2002) schweben mit Wasser gefüllte Glasflaschen in zarten Formationen, die wie Tränen schimmern und Assoziationen an Räume der Andacht und Kontemplation hervorrufen. In Le Bateau de Larmes [The Boat of Tears] (2004) wird ein an den Küsten Miamis (USA) gefundenes Boot zu einem poetischen Sinnbild für Migration und Erinnerung, gekrönt von leuchtenden Glasperlen, die Tragik in Hoffnung verwandeln.

Im letzten Raum treten zwei bedeutende Arbeiten in einen eindrucksvollen Dialog. White Wild Lei (2009), eine monumentale Halskette, inspiriert von der hawaiianischen Tradition, Fremde mit Blumen zu empfangen, evoziert die sakrale Form der Mandorla und ehrt jene, die in der Erinnerung fortbestehen. In unmittelbarer Nähe entfaltet sich Rivière Rose (2026), eine eigens für die Ausstellung konzipierte Installation, die sich als leuchtend rosafarbener Fluss aus handgegossenen Glassteinen über den Boden erstreckt. Gemeinsam eröffnen diese Werke eine kontemplative Landschaft aus Licht, Farbe und Bewegung – ein Raum, in dem Schönheit, so Othoniel, die Kraft besitzt, sich selbst zu schützen.

 
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